Servitization: Services, auf die es ankommt!

Servitization: Services, auf die es ankommt! Durch die Digitalisierung werden wir in eine serviceorientierte Welt befördert. Man nennt diese Entwicklung auch Servitization – aktuell ein Megatrend.

Servitization nennt man die Entwicklung, die im Rahmen der Digitalisierung immer häufiger Produkte in Services transformiert. Viele kaufen keine Güter mehr, sondern mieten diese oder nutzen den dazugehörigen Service. Der Kunde nutzt die Leistung des Produktes als Service und besitzt es nicht mehr. Durch die Digitalisierung werden wir in eine serviceorientierte Welt befördert – aktuell ein Megatrend.

Produkte in immer attraktivere Services zu transformieren, die neue Umsatzquellen versprechen nennt man Servitization. Man kann sehr gut am Beispiel IT erkennen, wie sich die Digitalisierung in den letzten Jahren vollzogen hat. Durch Cloud Services können standardisierte IT-Leistungen schneller und kostengünstiger bereitgestellt werden. Unternehmen können sich das in der Regel nicht selbst leisten, sind jedoch auch nicht bereit hohe Kosten für Hardware oder Lizenzbeschaffungen zu investieren. Infrastructure (IaaS) oder Software (SaaS) as a Service ersetzen hohe Anschaffungskosten für Hardware und Software Lizenzen. Der damit gewonnene Nutzen für die Unternehmen ist groß, da sich diese nicht nur teure Anschaffungskosten, sondern auch Wartungskosten sparen. Es entstehen ausschließlich laufende Kosten und keine hohen Anschaffungskosten.

Diese Transformation beschränkt sich nicht nur auf die IT-Branche, auch andere Bereiche gehen mit großen Schritten voran. Auch dienstleistungsfremde Unternehmen machen sich bereits Gedanken, wie sie von der Servitization profitieren. So können heutzutage Aufzüge, Rolltreppen, Stromversorgungssysteme oder HLK-Systeme samt Serviceleistungen angemietet werden und müssen nicht mehr teuer angeschafft werden. Bestehende Geschäftsmodelle werden somit erfolgreich auf veränderte Rahmenbedingungen angepasst.

Woher komnmt der Trend Servitization?

Servitization ist jedoch kein neues Thema. Bereits in den 1990er Jahren haben Unternehmen erkannt, das Serviceleistungen mehr Wert haben als Anschaffungen, was zu stärkeren Kundenbindungen, konstanten Umsätzen und höheren Gewinnen führte. Einen neuen Schub bekommt das Thema aktuell durch das Internet of things (IoT) mit smarten Produkten und smarten Services. Hierbei gehen smart Services weit über den Ansatz hinaus, Produkte nur in ein Service umzuwandeln. Smart Services sind auf den Nutzer zugeschnitten und nutzen intelligente Dienste, welche untereinander vernetzt sind.

Ein Wechsel von produkt- zu serviceorientierten Geschäftsmodellen bedeutet ein Kulturwandel. Bei der Implementierung von Services sollte im ersten Schritt darauf geachtet werden, welche Bedürfnisse der Kunde hat, im zweiten Schritt auf die technologische Umsetzung. Dies erfordert Mut zum Andersdenken und einen Perspektivenwechsel. Bewährtes muss infrage gestellt werden und schrittweise neue Strukturen gebildet werden.

Kundenvorteile auf einen Blick:

  • Services verwandeln fixe Kosten in variable Kosten
  • finanzielle Risiken werden reduziert
  • Anschaffungskosten werden eingespart
  • Schutz vor teurer Hardware
  • Konzentration auf das Kerngeschäft
  • Zugriff auf besondere Technologie/Kompetenzen erhalten
  • besseres Angebot an den Endkunden wird möglich
  • kontinuierliche Optimierung

Fazit

Wie anhand der Vorteile bereits zu erkennen ist, bedeutet Servitization häufig eine Win-Win Situation für Unternehmen und Kunden. Um von den gegenseitigen Vorteilen zu profitieren, ist es vor allem für Unternehmen wichtig zu erkennen, dass sie ihr Geschäftsmodell serviceorientiert ausrichten und somit auch digitalisieren. Aktuell ergänzen einzelne digitale Service noch das Geschäftsmodell. In absehbarer Zeit werden sich diese Geschäftsmodelle jedoch zum Standard entwickeln und Unternehmen, die nicht in die Digitalisierung ihrer Services investieren, ganz klar im Markt abdrängen. Beginnen Sie mit der Digitalisierung ihrer Services jetzt!

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