Anteil der Frauen im Projektmanagement hat noch großes Potenzial.

Anteil der Frauen im Projektmanagement hat noch großes Potenzial
Lesezeit: 2 Minuten

Als Frau im Projektmanagement im Bereich Immobilien und IT, bewege ich mich in meinen Projekten überwiegend in einer Männerdomaine. Das Management ist zu 90% männlich und meine Teams sind in der Regel mit max. 20% bis 30% weiblich besetzt.

Ich selbst kenne es „leider“ nicht anders. Direkt nach meinem Studium bin ich in das Beratungs- und Projektgeschäft eingestiegen und hatte dort sehr selten mit weiblichen Kundinnen zu tun. Ich „boxte“ mich anfangs durch die Männerdomaine und hatte als Frau schon mit einigen Vorurteilen und höheren Hürden zu kämpfen als männliche Kollegen.

Zurückblickend hat mich diese „männliche Zusammenarbeit“ auch sehr geprägt – ich finde positiv, auch wenn es mich manchmal recht hart im Umgang mit Stakeholdern macht. Dennoch hat es mir auch immer ein Stück weit gefehlt, mich mit weiblichen Consultants und Projektmanagerinnen auszutauschen.

Der Frauenanteil im IT-Projektmanagement liegt bei nur 16%.

Anteil der Frauen im Projektmanagement hat noch großes Potential. Sabrina Treptow - HIGH LEVEL Projects München


Im Bereich IT Projektmanagement ist der Anteil sogar noch geringer und beträgt nur 16%! Und das obwohl die IT Branche sehr gute Perspektiven bietet.

𝐖𝐨𝐫𝐚𝐧 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭’𝐬?

Diverse Studien belegen, dass der Großteil der Frauen der Meinung sind, ihre Stärken und Interessen im Bereich IT nicht einbringen zu können und sehen somit zu geringe Chancen in diesem Bereich Fuß zu fassen.
Ich selbst bin auch sogenannte „Quereinsteigerin“ und bin über den fachlichen zum IT-technischen Bereich gelangt. Natürlich bedarf es einer gewissen Affinität und digitaler Kompetenz, um sich mit IT-Themen auseinanderzusetzen. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings nur sagen, es lohnt sich, den Schritt zu gehen und im IT Sektor Fuss zu fassen! Die Chancen sind vielfältig, um die eigenen Stärken einzubringen.

Die größte Stärke der Frau ist ihre Empathie!

Empathie bezeichnet die Fähigkeit, die Empfindungen, die Emotionen, die Gedanken und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Allgemeinsprachlich wird Empathie als Einfühlungsvermögen bezeichnet.

Aus eigenen Erfahrungen als langjährige Projektmanagerin kann ich sagen, dass genau diese sozialen Fähigkeiten notwendig sind, um große, komplexe oder auch Problemanfällige Projekte zu managen und schlussendlich zum Erfolg zu führen.

Wie soll ich eine nachhaltige Lösung anbieten, wenn ich die Painpoints meiner Stakeholder nicht nachvollziehen kann bzw. verstehe?

Emphatische Frauen leben ihre Stärken und Interessen derzeit vor allem in sozialen und politischen Bereichen aus, da sie häufig keine Chancen sehen, genau diese Stärke in IT Jobs effektiv einzubringen. Dabei sind sie doch gerade in Bereichen, wie IT und Projektmanagement sehr gefragt und nötig!

Anteil der Frauen im Projektmanagement hat noch großes Potential. Sabrina Treptow - HIGH LEVEL Projects München

Wie die Darstellung sehr gut zeigt, finden Frauen die IT und technischen Branchen nicht besonders reizvoll. Begründet liegt dies oft in Aussagen, wie:
➠ zu männerdominiert
➠ zu schnelllebig und hektisch
➠ zu komplex
➠ zu hohe Arbeitsbelastung
➠ von außen betrachtet zu langweilig⠀

Da ich gleich zwei Berufsgruppen widerspiegele, die Frauen nur selten anvisieren: IT und Technik - und dazu auch noch eine Frau bin, kann ich aus persönlichen Erfahrungen sagen, dass die Aussagen nur bedingt stimmen.

Es gibt erfahrungsgemäß in den unterrepräsentierten Berufsgruppen ein hohes Potential an Flexibilität und viele Möglichkeiten, die eigenen Stärken und Kompetenzen optimal einzubringen. Hierfür bedarf es nur ein gewisses Interesse, sich in technische Themen einzuarbeiten und je Fachgebiet eine grundlegende digitale Kompetenz.⠀

Frauen zweifeln häufiger an der eigenen Kompetenz.

Erfahrungsgemäß stapeln Frauen eher tief, wenn es um ihre Qualifikationen geht. Aus diesem Grund sehen sie sich auch als „nicht geeignet“ an, in technischen Berufen zu arbeiten, denn sie weisen ja “nur“ soziale Kompetenzen auf. Aber, liebe Frauen, ihr bringt genau die Qualifikationen mit, die in IT Berufen benötigt und notwendig sind.

Man muss keine Programmiersprache beherrschen, um im IT Bereich zu arbeiten. Diese Branche ist so vielfältig, dass ihr eure Qualifikationen an verschiedenen Stellen einbringen könnt, wie beispielsweise im Vertrieb, in der Administration oder im Management.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Jobs im IT Bereich ein hohes Mass an Sozialkompetenz, Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit erfordern. Also nutzt die Chance und seit euch eurer Kompetenzen bewusst!

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